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Beziehung Business Kommunikation Kunst Marketing Storytelling

Informationsdichte

INTEAMITÄT auf „paradise“, 2009 Pietro Sanguineti im Kunstmuseum Stuttgart, Fotomontage: Johannes Sylvester 2021 aus der Serie „Spieltraum von A-Z“ (Flickr)

Die Informationsdichte von Kommunikation

Was ist besser, ein Telefonanruf oder ein Zoom-Call? Was ermöglicht mehr Intimität, ein persönliches Treffen oder ein handgeschriebener Brief?

Nutzen wir alle Informationen, die zur Verfügung stehen? (Die Bäckerin* kann entscheiden, wie es im Laden riecht und wie die Auslage aussieht.)

Erscheinen wir im richtigen Moment und haben wir vorher dafür die Einwilligung bekommen?

Entsteht dabei eine emotionale und vertrauensvolle Beziehung?

Ob es darum geht, wieder mit einer alten Freundin Kontakt aufzunehmen oder von einer Politikerin angesprochen zu werden, es gibt keine allgemeingültige Höhe der Informationsdichte. Es ist wesentlich komplizierter.

Auszug eines Blogbeitrags von Seth Godin.

*Männer sind bei der weiblichen Form mitgemeint.

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Design Geschichtenerzähler Interviewdialog Leadership Storytelling Video-Portrait

BEAU-Kreislauf

Installation 06, Potsdamer Straße Fotografie: Johannes Sylvester 2022 aus der Serie „Vor Ort“ (Flickr)

Der BEAU-Kreislauf

beobachten –

erforschen –

auswählen –

umsetzen –

beobachten –

erforschen –

Bei meinen The Art of_ Video-Portraits beginne ich damit Menschen die ich kenne zu beobachten. Wenn ich neugierig werde, verabrede ich mich zum Drehtermin. In meinem Interviewdialog lasse ich die ausgewählte Person erzählen. Ich bin gespannt welche Themen auftauchen.

Meine offenen Fragen helfen mir mit ihr zusammen das Gebiet zu erforschen. In die Tiefe zu gehen.

Beim Schneiden wähle ich die Passagen aus, die eine spannende Erzählung ergeben. Ich entscheide mich für eine der möglichen Stories. Ich bin Geschichtenerzähler meiner Begegnungen.

Der Feinschnitt und die Veröffentlichung sind dann die Umsetzung. Erst hier entsteht die Wirkung auf Andere.

Beim nächsten Portrait beginnt das Spiel von vorne. Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch. Ich bringe die Erfahrungen der vorhergehenden Erlebnisse mit ins Spiel.

Das führt zu kontinuierlichen Verbesserungen. Jedes neue Video-Portrait ist besser als das vorhergehende.

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Lernen

Rituale

Tafel in Tegel Fotografie: Johannes Sylvester 2022 aus der Serie „Tafelbilder“ (Flickr)

Rituale

Sie helfen Fortschritte zu erzielen.

Bei der regelmäßigen Wiederholung fällt es leicht einzelne Elemente immer wieder zu verbessern. Beim kontemplativen Ausführen des Rituals kommen Ideen zur kontinuierlichen, nicht zielgerichteten Vertiefung und Weiterentwicklung des Prozesses. Fast nebenbei, eigendynamisch findet eine Qualitätssteigerung statt.

Wo es mir schwer fällt etwas zum Besseren zu verändern, kann ich ein Ritual etablieren. Das führt im Lauf der Zeit zu überraschenden Lösungen.

Disziplin für ein Ritual aufzubringen fällt mir leicht, wenn die Form zu mir passt. Das ist der erste wichtige Schritt. Dafür braucht es Zeit, Sorgfalt und Muse.

Jedes durchgeführte Element des Rituals ist ein Erfolg und verursacht Befriedigung. Nach einem Monat täglicher Übung ist das neue Handlungsmuster etabliert.

Der Fortschritt ist dabei ein Nebenprodukt.